Gefährlicher Rußansatz im Schornstein

Gefährlicher Rußansatz im Schornsteininneren - vor allem sogenannte Kohlenwasserstoffverbindungen – auch als Hart- und Glanzruß bekannt, haben meist eine der drei folgenden Ursachen:

  • Zu nasses Holz
  • Zu große Holzscheite
  • Zu wenig Verbrennungsluftzufuhr

Diese teerartigen oftmals steinharten Rußansätze bekommt der Schornsteinfeger mit dem normalen Kehrwerkzeug nicht mehr entfernt. Deshalb können solche Rußansätze - die sich leicht entzünden und dann zu einem sogenannten Kaminbrand führen können – nur noch entweder durch Ausschlagen oder kontrolliertes Ausbrennen des Schornsteininneren entfernt werden. Nur so lässt sich dann die Gefahr des unkontrollierten Kaminbrandes vermeiden. Wenn es zu einem Kaminbrand kommt, entstehen im Inneren des Schornsteins oft Temperaturen von über 1100 ° C , meterhohe Flammen schlagen aus der Schornsteinmündung. Durch Flugfeuer und Funkenflug können sich brennbare Bestandteile der Nachbarschaft entzünden. Durch zu nahe an der Schornsteinwand angebrachte brennbare Bauteile ist ebenfalls eine Entzündung dieser Bauteile wie Holz, Türlaibungen usw. möglich.

Rufen Sie bei einem Schornsteinbrand zunächst sofort die Feuerwehr (112) und dann Ihren Schornsteinfgermeister an. Löschen Sie niemals selber einen Schornsteinbrand. Es darf auf keinen Fall Wasser in das Schornsteininnere gelangen. Das Wasser verdampft schlagartig. Pro Liter Wasser entstehen so ca. 1200 bis 1500 Liter Wasserdampf.

Der Schornsteinquerschnitt kann dieses große Volumen nicht abführen und es kommt unumgänglich zu Rissen in der Schornsteinwand. Ein hoher Schaden am Gebäude und am Schornstein sind in der Regel die Folge.

Achten Sie bei der Benutzung Ihres Kaminofens immer auf die richtige Holzmenge und –güte und auf die Bedienungsanleitung des Ofenherstellers.

Fragen Sie Ihren Bezirksschornsteinfegermeister, er berät Sie gern – bevor etwas passiert.

Bilder

Blick in das Innere eines Schornsteins mit starken Hart- u. Glanzrußansätzen, die sich leicht entzünden können und dann zu einem Kaminbrand führen.

Selber Schornstein, nach dem er mit einem speziellen Kettenausschlaggerät gereinigt wurde. Die Kaminbrandgefahr ist beseitigt.

Durch falsches Benutzerverhalten hat sich hier schon eine so starke Hart- und Glanzrußschicht unterhalb der Kaminabdeckung gebildet, dass eine erhebliche Brandgefahr besteht.

Nach einem Kaminbrand ist deutlich zu erkennen, dass hier nachträglich Hölzer der Dachkonstruktion zu nahe an den Kamin angebracht wurden. Durch hohe Temperaturen im Inneren des Schornsteins (über 1100 °C) hat sich ein Teil der Dachkonstruktion entzündet.